Mentalfutter

Being happy – über die Meinung anderer…

Heute möchte ich euch auf meine Reise rund um die Persönlichkeitsentwicklung mitnehmen. Eine Person, die bei mir in diesem Zusammenhang viel in Bewegung gebracht hat, war Taylor Swift. Ja genau, diese fancy US-„Country“-Sängerin, die doch eigentlich nur Lieder für Teenie Kinder singt. Genau diese US-Sängerin ist es nämlich, die Lieder mit Texten schreibt, die so viel mehr sind als sinnlose Ohrwürmer. Das nachfolgende Zitat stammt von Taylor Swift bei ihrer „1989-World-Tour“. Viele Denkprozesse, die bei mir zu der damaligen Zeit begonnen haben, wurden durch genau dieses Zitat geprägt.

„You know these days there are million of ways for people to tell you how to be. How to act in public, what’s cool, what’s not. What’s beautiful, what’s not. But do you know what I think is better than being cool? It’s being happy! You know, when somebody criticizes you or says something behind you back, those words that they say feel like those words are written all over you, all over your face. And then, those words start to become echos in your own mind. And then, there is a real risk that those words could become a part of how you see yourself. The moment you realize that you are not the opinion of somebody who doesn’t know you or care about you, that moment, when you realize that, is like you’re clean.

 

So viel mehr als nur irgendein Satz

Taylor Swift schreibt nicht nur großartige Songtexte, sie trifft mit ihren Worten auf ihren Konzerten, Interviews oder sonstigen Veranstaltungen auch ohne dabei zu singen immer wieder direkt ins Herz ihrer Fans. Für alle die nicht so sattelfest in Englisch sind: Es geht darum, dass heutzutage sehr viele Stimmen von außen auf uns einprasseln. Stimmen, die uns sagen, wie wir uns verhalten sollen. Stimmen, die uns sagen, was cool ist und was eben nicht. Und Taylor Swift bringt es auf einen großartigen Punkt:

Was ist besser als cool zu sein? Glücklich zu sein.

Sie erklärt weiter: Wenn dich jemand kritisiert oder hinter deinem Rücken über dich redet, kann es passieren, dass du genau das wirst, was diese Worte sind. Es fühlt sich an, als hätte man diese Meinung über dich einfach drüber gelegt. Das Risiko, dass genau diese Meinung Teil von dem wird, was du selbst über dich denkst, ist zu solchen Zeitpunkten relativ groß. Deshalb ist der Moment, in dem du verstehst, dass du eben genau nicht das bist, was andere von dir denken, der Moment, in dem du „clean“ bist.

Für mich war dieser Text ein Startschuss, mich mit den vielen Meinungen zu beschäftigen, die ich über mich wahrnehme. Auf die ich viel Wert gelegt habe. Nach denen ich ausgerichtet habe, wie ich mich selbst verhalte. Ein Großteil meines Alltags drehte sich in meiner Welt darum, wie Leute mich wahrnehmen und was sie über mich denken.

 

In einer Zeit, in der ich versucht habe, Menschen zu gefallen, denen offensichtlich nichts an mir gelegen ist, waren die Worte von Taylor wie ein Wegweiser für mich.

Übersetzt heißt das ganze nämlich in etwa, dass es heutzutage so viele verschiedene Wege gibt, in denen dir irgendwelche Leute sagen, wie du dein Leben zu leben hast. Es geht auch darum, dass wir uns dabei viel zu sehr von der Meinung von Leuten beeinflussen lassen, die uns noch nicht einmal richtig kennen.

Manchmal passiert es, dass wir uns dabei in etwas verlaufen. Vielleicht umgeben wir uns im Beruf mit den falschen Personen? Und wie ist das mit diesem großen Freundeskreis, den ich momentan habe?

Manchmal versucht man, wenn man ehrlich zu sich selbst ist, auch jemandem zu gefallen, der von außen betrachtet ziemlich sicher absolut kein Interesse an unserer Person, unserer Seele und unserem Dasein ganz allgemein hat. Zu erkennen, das man versucht hat, einer Person zu gefallen, die gar kein Interesse an einem hat, war mitunter einer der schmerzhaftesten Erkenntnisse meiner Reise.

 

Ein paar Fragen an dich selbst

Die Worte von Taylor waren für mich der Auslöser dafür, über viele verschiedene Dinge nachzudenken, mir einige Fragen zu stellen und diese auch ehrlich mit mir selbst zu beantworten. Einige dieser Fragen habe ich hier aufgelistet, weil ich denke, dass sie sehr hilfreich dabei sein zu können, was wichtig für einen sein sollte und was eben nicht:

  • Warum tue ich die Dinge, die ich tue?
  • Wem will ich denn eigentlich gefallen?
  • Warum will ich genau diesen Personen oder dieser einen Person gefallen?
  • Was bekomme ich von diesen Menschen, dass ich gerade ihnen gefallen möchte?
  • Wer sagt mir im Leben, was sich gehört und was nicht?
  • Von wem lasse ich mich beeinflussen in meinem Denken, Handeln, Fühlen?
  • Wer sagt mir, dass die Denkweise jener Personen, von denen ich mich beeinflussen lasse, die richtige ist?
  • Haben die Worte, Meinungen und Denkweisen andere Personen bereits einen Einfluss darauf, wie ich mich selbst sehe? Sehe ich mich dadurch negativer oder besser? Fühle ich mich dadurch besser oder schlechter?
  • Wem will ich weiterhin die Macht geben, mich so zu beeinflussen?
  • Gibt es vielleicht Personen in meinem Umfeld, die sehr positiv über mich denken, deren Meinung mir wiederrum bisher nicht so wichtig war?

Tu es für dich selbt

Diese Fragen haben mir aufgezeigt, wie viel meiner Zeit ich damit verschwende, anderen zu gefallen. Diese Fragen haben eine Welle losgelöst, die dazu geführt hat, dass ich mehr auf mich selbst hören möchte. Dass ich wieder mehr so handeln möchte, weil ich es so möchte – und nicht weil ich denke, dass andere es so möchten. Gerade, wenn du dir viele Gedanken darum machst, was andere über dich denken, könnten dir die obigen Fragen dabei helfen, wieder mehr darauf zu hören, was du eigentlich willst.

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