Mentalfutter,  Selbstfindung

Die besten Entscheidungen liegen in dir.

Und ich bin wieder zurück. Eine Bronchitis hat mich außer Gefecht gesetzt. 🙁 Und die Tatsache, dass mein MacBook zur Reparatur musste, hat den Zeitraum zum letzten Blogbeitrag noch einmal vergrößert. Was habe ich inzwischen gemacht? Ich habe die Zeit genutzt, um einen Herbst-Putz in meiner Wohnung durchzuführen. Dabei bin ich auf ein Portfolio aus meiner Schulzeit gestoßen, in dem ich Jahr für Jahr über verschiedene Themen schrieben musste, die mich damals beschäftigen. Noch während dem durchlesen kam mir schon die Idee für diesen Beitrag:

Alles was wir können und wollen ist schon immer in uns!

Ich habe bereits damals davon geschrieben, wie gerne ich Probleme löse. Über Probleme nachdenke und mit Veränderungen umgehe. Ich war mir damals bereits sehr sicher, in welche Richtung ich beruflich gehen möchte und was ich langfristig im Leben erreichen möchte. Was mich tatsächlich geschockt hat war:

 

Das Selbstbewusstsein meines 15 bis 18-jährigen Ich’s! Mit einer Selbstverständlichkeit war ich mir sicher, dass ich die Dinge, die ich mache auch kann. Und, dass ich darin besser werde.

Ich habe bei weitem nicht so viel hinterfragt wie heute. Alles, wovon ich heute denke, dass ich es kann, war damals bereits fix für mich. Ich habe nicht überlegt, ob eine Sache so oder so funktionieren könnte, der Gedankenhorizont „das klappt doch nie“, war einfach noch nicht vorhanden. Man kann sich einiges vom früheren Ich abschauen. Und das gilt auch für dich:

Egal, wie weit du gerade von deinem Weg abgekommen oder wie unsicher du dir momentan bist: du selbst weißt eigentlich am besten, was du kannst!

 

Wir suchen laufend Dinge in unserem Umfeld, die eigentlich bei uns selbst sind. Und die Suche, auf die wir uns begeben, ist der Grund dafür, dass wir vom Weg abkommen!

Denk doch einmal zurück an dein 16-jähriges ich: was waren deine Träume? Deine Wünsche? Deine Ziele? Noch bevor jemand von außen hergekommen ist, und darauf herumgetreten hat?

Waren sie damals viel klarer und deutlicher formuliert? Inzwischen bist du vielleicht vorsichtiger damit geworden, wie du deine Ziele formulierst und wie hoch du sie dir steckst. Warum? Vermutlich, weil es dazwischen Rückschläge gegeben hat. Rückschläge, die allerdings nicht bewirken hätten sollen, dass du dir selbst nicht mehr sicher bist mit dem, was du tust. Ich bin mir sicher, dein „früheres ich“, hat sehr genau gewusst, was es im Leben vorhat! Leider neigen wir dazu, unsere Gedanken von vor ein paar Jahren nicht ganz ernst zu nehmen.

Wir stellen unser früheres „Ich“ ins Lächerliche. Wir sagen, die Träume waren sowieso unrealistisch. Wir sagen, wir sind jetzt erwachsen und können uns nicht mehr mit den Gedanken beschäftigen, die wir damals hatten.

Was, wenn die Träume gar nicht so unrealistisch waren, aber es einfacher für uns ist, sie ins Lächerliche zu stellen? Aus Angst davor, sich der Tatsache stellen zu müssen, dass wir irgendwann einfach aufgegeben haben?

Tja, es kann ganz schön schmerzhaft sein, an die Wünsche und Träume deines 16-jährigen Ich’s zu denken. Und ja, vielleicht ist der ein oder andere Traum dabei, der tatsächlich etwas groß gegriffen war. Aber in Summe hatte die ganze Situation damals eine sehr gute Sache an sich: wir haben die Träume nicht in Frage gestellt. Wir hatten eine Vision. Und bis zu einem bestimmten Punkt war es immer genau das Ziel, diese eine Vision zu verfolgen.

Und was ist dann passiert?

Diese Frage wurde mir vor kurzem auch gestellt und sie hat mich mitunter dazu bewogen, genau darüber nachzudenken. Denn, was ist dann eigentlich wirklich passiert, dass ich teilweise sehr stark von dem einst so deutlichen Weg meines 16-jährigen Ichs abgekommen bin? Und wie geht es anderen damit? Wieso sind wir dann eigentlich doch nicht Schauspieler, Sängerin oder Profifußballer oder in meinem Fall Journalistin geworden?

Die Antwort darauf ist recht simpel: irgendwann kommen das Leben und die Angst ins Spiel die dir sagen: du musst jetzt eine Entscheidung treffen.

Verfolgst du weiterhin konsequent deinen Plan oder lässt du dich von deinem Umfeld, den Personen und den Meinungen um dich herum davon abbringen? Ist dein Plan überhaupt realistisch?

Die Stimmen von außen werden immer lauter. Die eigene, innere Stimme hingegen wird immer leiser.

Es kommen Neider hinzu, die versuchen dich mit allen Mitteln von deinen Vorhaben aufzuhalten. Und Personen, die Angst um dich haben und nur das Beste für dich wollen. Und dann fängst du an Entscheidungen zu treffen, die dich von deinem ursprünglichen Plan abbringen. Erst einmal nur leicht, aber dann driftest du immer weiter ab. Und irgendwann wird es zur Gewohnheit, dass du Entscheidungen nach Vernunft triffst und nach dem was andere von dir erwarten und über dich denken. Und nicht nach dem, wonach dir eigentlich ist.

Genau das gilt es allerdings, wieder abzulegen. Klar, du kannst jetzt nicht in jeder Situation „frei nach Schnauze“ entscheiden, wonach dir gerade ist. Aber es gibt viele Situationen, in denen es für uns Gewohnheit geworden ist, der Vernunft nach zu entscheiden, obwohl es besser wäre so zu denken, wie unser früheres Ich.

Wir sollten wieder damit beginnen, kleine Entscheidungen nach unseren Gedanken zu treffen und dieses Können dann auch für die großen Vorhaben nutzen.

Unsere Träume nicht in Frage stellen. Uns Ziele setzen und sie auch verfolgen.

Schreib dir selbst einen „Ich über mich“ Brief! Jedes Jahr! Egal ob du 10 bist (je jünger, desto besser, denn eure Gedanken sind meistens die besten!) oder 47 oder 72.

Schreib über dich. Schau dir im Folgejahr den Brief vom Vorjahr an. Schau dir 10 Jahre später alle 9 Briefe von den vorangegangenen Jahren an. Wenn du nicht gerne schreibst, dann mach dir nur ein paar Notizen oder zeichne eben eine Sprachnachricht auf.

Setz dir selbst einen Anker, woran du dich in ein paar Jahren auf jeden Fall noch erinnern möchtest - und packe den Anker dann aus, wenn die äußeren Stimmen wieder lauter werden, als deine eigenen. 

Es wird dir dabei helfen, zurück zu deinem Weg zu finden und deinen Weg wieder mit ein bisschen mehr Nachdruck zu verfolgen. Es wird dir dabei helfen wieder das zu tun, was dir wirklich Spaß macht und an den Dingen festzuhalten, die dir in diesem Moment wichtig sind. Und Entscheidungen so zu treffen, dass sie dir guttun.

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