Mentalfutter

Was soll sich verändern, wenn du dich nicht änderst?

Vermutlich jeder hat sich schon irgendwann einmal gedacht „warum passiert mir das nicht?“ oder sogar noch extremer: „Mir passiert sowas nie!“. Solche Gedanken hin und wieder zu haben ist auch völlig normal. Im schlimmsten Fall stecken wir aber in einem Negativ-Mantra voller Erwartungen fest, die sich mit großer Wahrscheinlichkeit nicht erfüllen werden. Die große Frage an diese Erwartungen ist nämlich meistens:

Was soll sich eigentlich verändern, wenn du dich nicht verändern willst?

Speziell dann, wenn Negativ-Gedanken einmal fest in unserem Kopf verankert sind, erwarten wir uns Dinge, ohne eigentlich etwas dafür tun zu wollen. Vielleicht ist man unglücklich im Job und erwartet sich, dass das perfekte Job-Angebot auf dem goldenen Tablett daherkommt – von ganz alleine natürlich. Vielleicht ist man auch schon länger Single – aus Frust von den letzten Dates sperrt man sich aber zu Hause ein. Die innere Erwartung ist aber trotzdem oft, dass der Prinz oder die Prinzessin auf dem Pferd vorbei kommt und uns von zu Hause aus unserem Loch abholt – und wir endlich glücklich werden können. Aber beim genaueren Nachdenken wird relativ schnell klar:

Was erwartest du dir denn, wenn du selbst schon aufgegeben hast? Und welche Änderungen sollen eintreten, wenn du selbst nicht bereit bist, etwas zu verändern?

In einer aussichtslosen Situation gibt es aus meiner Sicht zwei Wege, die wir einschlagen können.

Ändere deine Denkweise, sofort!

Hör auf damit, alles schwarz zu malen. Der Job ist vielleicht nicht der, in welchem du in Pension gehen wirst, aber fürs erste passt er doch ganz gut, oder? Oder nimmst du es ganz einfach in die Hand, begibst dich auf Jobsuche und beginnst für deine Karriere zu netzwerken? Du hast vielleicht keine Lust mehr darauf, jemanden zu daten – alleine sein nervt aber trotzdem noch? Dann sperr dich zumindest nicht schmollend zu Hause ein, sondern geh trotzdem hinaus in die Welt. Geh mit Freunden einfach nur etwas trinken, ohne unterbewusst ständig zu schauen, ob der Prinz vielleicht doch irgendwo auftaucht. Er wird nicht auftauchen, zumindest mit großer Wahrscheinlichkeit auf keinem Pferd. Ändere aber zumindest deine Einstellung!

Mach dein Leben nicht von Dingen abhängig, die du nicht beeinflussen kannst. Konzentrier' dich stattdessen lieber auf die Sachen, auf die du Einfluss nehmen kannst.

Und vor allem nimm dir nicht vor, erst ab morgen nicht mehr zu schmollen. Mach es bitte gleich.

Die zweite Option ist: schmoll weiter und ändere nichts.

Erwarte dir, dass das Leben dich beschenkt, weil du es dir verdient hast. Ärgere dich dann darüber, dass dir nie etwas Gutes passiert. Ärgere dich weitere darüber, dass nur den Anderen die guten Dinge passieren, und so weiter. Ich denke allerdings auch, dass du zumindest schon darüber nachdenkst, etwas zu verändern – warum sonst hast du diesen Text bis hierher gelesen?

Das Wichtigste ist, dass du erkennst: jede Veränderung beginnt bei uns selbst!

Ein kleines Beispiel aus meinem Leben: ich hatte und habe nach wie vor ein sehr großes Problem damit bergauf zu gehen – Stiegen, Wandern, usw. Immer eine große Katastrophe! Sogar verglichen mit Personen die gleich oder sogar schlechter trainiert sind als ich, bin ich bergauf eine absolute Niete! Meine Erwartung irgendwann war: solange das nicht besser wird, gehe ich nicht mehr wandern. Jede Bergauf-Passage beim Laufen gehe ich zu Fuß. Ich habe mir erwartet, dass das irgendwann besser wird und mir gleichzeitig eingeredet, dass  wandern gar keinen Spaß macht. Dann habe ich mir heuer irgendwann die Frage gestellt: was soll sich eigentlich verändern an der Situation, wenn ich meine Einstellung dazu nicht ändere? Noch am gleichen Tag bin ich von mir zu Hause auf den Schlossberg hinaufgelaufen – für mich wirklich absolut utopisch. Das Gefühl unter den Touristen auf den Schlossberg hinauf zu laufen war tatsächlich eines: großartig! Ich sage euch, mir fällt alles was bergauf ist zwar immer noch schwer, aber:

Ich habe meine eigene Einstellung zu diesem Thema geändert, deshalb hat sich etwas an der Situation geändert.

Vielleicht beachtest du diese Punkte, wenn du das nächste Mal eine Erwartung oder eine Hoffnung an eine Person oder eine Situation hast. Mit den Erwartungen an Andere sollte man aber immer den Aspekt beachten, was man selbst dafür tut, dass sich diese Erwartung erfüllen kann.

In meinem Beitrag „Der erste Schritt“ erfährst du außerdem, wie du mit „positivem Denken“ beginnen kannst und warum es erst einmal schwer ist, diese Denkweise in den Alltag zu integrieren.

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